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Keller abdichten: Verfahren, Kosten & Ablauf

2026-06-16 9 Min.DichtWerk Team

Einen Keller abdichten bedeutet, eindringende oder aufsteigende Feuchtigkeit dauerhaft vom Mauerwerk fernzuhalten. Dafür gibt es drei Hauptwege: die Außenabdichtung an der freigelegten Kellerwand, die Innenabdichtung im Kellerraum und die nachträgliche Horizontalsperre gegen aufsteigende Nässe. Welches Verfahren passt, entscheidet die Ursache der Feuchtigkeit, die ein Fachbetrieb vor Ort feststellt.

Ein feuchter Keller ist kein Schönheitsproblem. Bleibt die Feuchtigkeit über Jahre im Mauerwerk, schädigt sie die Bausubstanz, fördert Schimmel und mindert den Wert des Hauses. Dieser Ratgeber zeigt, woran Sie einen feuchten Keller erkennen, welche Verfahren es gibt, wie Sie zwischen innen und außen wählen und mit welchen Kosten Sie rechnen sollten.

Ursachen und Anzeichen für einen feuchten Keller

Bevor ein Keller abgedichtet wird, muss klar sein, woher das Wasser kommt. Die häufigsten Ursachen sind:

  • Aufsteigende Feuchtigkeit: Fehlt im Mauerwerk eine waagerechte Sperrschicht, zieht das Wasser aus dem Erdreich kapillar nach oben. Das betrifft vor allem Altbauten ohne Horizontalsperre.
  • Seitlich eindringendes Wasser: Drückt Grund- oder Hangwasser von außen gegen die Kellerwand, gelangt es durch Risse und poröse Stellen ins Innere.
  • Defekte oder fehlende Außenabdichtung: Alte Bitumenanstriche werden spröde und reißen, sodass die Wand ihren Schutz verliert.
  • Kondensation: Warme, feuchte Luft schlägt sich an kühlen Kellerwänden nieder. Hier hilft kein Abdichten, sondern richtiges Lüften.

Erkennen lässt sich ein feuchter Keller an mehreren Zeichen. Ein muffiger Geruch beim Betreten ist oft das erste Signal. Dazu kommen dunkle Flecken an Wand oder Boden, abblätternder Putz, weiße Salzausblühungen, Schimmel in den Ecken und Rost an Metallteilen. Lagern Sie Kartons oder Holz im Keller, zeigt sich Feuchtigkeit auch daran, dass diese aufquellen oder klamm werden.

Wer früh handelt, hält den Schaden klein. Je länger Feuchtigkeit im Mauerwerk steht, desto teurer wird die spätere Sanierung.

Verfahren der Kellerabdichtung

Es gibt nicht das eine Verfahren, das jeden Keller trocken legt. Die Wahl richtet sich nach der Ursache. In der Praxis kommen drei Ansätze zum Einsatz, die sich auch kombinieren lassen.

Außenabdichtung

Die Außenabdichtung setzt dort an, wo das Wasser herkommt: an der Außenwand des Kellers. Dafür wird das Erdreich rund um das Gebäude bis zur Fundamentsohle ausgehoben. Die freigelegte Wand wird gereinigt, ausgebessert und mit einer Dichtungsbahn oder einer Dickbeschichtung versehen. Eine Drainage und eine Schutzschicht runden den Aufbau ab, bevor das Erdreich wieder verfüllt wird.

Der Vorteil: Das Wasser erreicht das Mauerwerk gar nicht erst. Der Nachteil ist der Aufwand. Der Aushub ist arbeitsintensiv, und bei dichter Bebauung oder angrenzenden Wegen ist nicht jede Wand frei zugänglich.

Innenabdichtung

Lässt sich die Außenwand nicht freilegen, ist die Innenabdichtung der Weg. Dabei werden die Kellerwände von innen mit einer wasserdichten Schlämme, einer Sperrputzschicht oder einem speziellen Dichtsystem versehen. Das Wasser wird so daran gehindert, in den Raum zu gelangen.

Die Innenabdichtung ist günstiger und schneller als der Aushub von außen. Sie hält das Wasser allerdings erst im Mauerwerk auf, nicht davor. Deshalb wird sie häufig mit einer Horizontalsperre kombiniert, damit das Mauerwerk nicht von unten weiter durchnässt.

Nachträgliche Horizontalsperre

Gegen aufsteigende Feuchtigkeit hilft eine waagerechte Sperre im Mauerwerk. Fehlt sie, lässt sie sich nachträglich einbauen. Beim gängigen Injektionsverfahren wird eine Reihe von Bohrlöchern in die Wand gesetzt, in die ein Dichtmittel eingebracht wird. Das Mittel verteilt sich im Mauerwerk und bildet eine wasserabweisende Zone, die die kapillare Wasseraufnahme stoppt. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite zur nachträglichen Horizontalsperre.

Dieses Verfahren ist verhältnismäßig schonend, weil keine Wand freigelegt werden muss. Es wirkt gezielt gegen Nässe, die aus dem Boden nach oben zieht, und wird oft mit einer Innen- oder Außenabdichtung kombiniert.

Innen oder außen abdichten: die Entscheidungshilfe

Die Frage nach innen oder außen lässt sich nicht pauschal beantworten. Sie hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Ursache der Feuchtigkeit: Drückendes Wasser von außen spricht für eine Außenabdichtung. Aufsteigende Nässe verlangt nach einer Horizontalsperre. Eindringen über die Wand kann von beiden Seiten angegangen werden.
  • Zugänglichkeit der Außenwand: Ist die Wand frei zugänglich, ist die Außenabdichtung eine echte Option. Steht ein Nachbargebäude direkt an oder verläuft eine befestigte Fläche entlang der Wand, bleibt oft nur der Weg von innen.
  • Budget und Zeit: Die Innenabdichtung ist günstiger und schneller. Die Außenabdichtung kostet mehr, schützt das Mauerwerk aber direkt an der Quelle.
  • Nutzung des Kellers: Soll der Keller als Wohn-, Hobby- oder Lagerraum dienen, lohnt der gründlichere Aufbau. Bei reinen Abstellräumen kann eine schlankere Lösung reichen.

Häufig ist eine Kombination am sinnvollsten, etwa eine Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit zusammen mit einer Innen- oder Außenabdichtung gegen seitliches Wasser. Welche Mischung Ihr Keller braucht, klärt eine Begutachtung vor Ort, weil dabei die tatsächliche Feuchtigkeitsursache gemessen wird.

Ablauf einer Kellerabdichtung

Eine fachgerechte Kellerabdichtung folgt einem klaren Ablauf. Bei DichtWerk sieht der so aus:

  1. Vor-Ort-Begutachtung: Ein Fachmann misst die Feuchtigkeit, prüft das Mauerwerk und stellt die Ursache fest. Diese Begutachtung ist kostenlos und erfolgt innerhalb von 24 Stunden nach Ihrer Anfrage.
  2. Verfahrensvorschlag und Angebot: Auf Basis der Messung wird das passende Verfahren empfohlen und ein transparentes Angebot erstellt.
  3. Vorbereitung: Je nach Verfahren wird die Wand freigelegt, alter Putz entfernt oder die Bohrlochreihe gesetzt.
  4. Abdichtung: Die eigentliche Abdichtung wird nach DIN 18533 ausgeführt, der Norm für die Abdichtung erdberührter Bauteile.
  5. Nacharbeiten und Abnahme: Erdreich wird verfüllt, Oberflächen werden wiederhergestellt, und die Arbeiten werden gemeinsam abgenommen.

Auf die ausgeführten Arbeiten gibt DichtWerk bis zu 10 Jahre Funktionsgarantie. Einen Überblick über das komplette Leistungsspektrum finden Sie auf der Seite Kellerabdichtung.

Was kostet es, einen Keller abzudichten?

Die Kosten für eine Kellerabdichtung schwanken stark, weil sie vom Verfahren, der Fläche, der Zugänglichkeit und dem Zustand des Mauerwerks abhängen. Die folgende Tabelle gibt eine grobe Orientierung.

Verfahrenca. Preisspanne
Innenabdichtung (Dichtschlämme, Sperrputz)ca. 80 bis 150 Euro pro m²
Nachträgliche Horizontalsperre (Injektion)ca. 80 bis 250 Euro pro lfd. Meter
Außenabdichtung (mit Aushub)ca. 350 bis 700 Euro pro m²
Drainage entlang der Kellerwandca. 80 bis 150 Euro pro lfd. Meter

Das sind Richtwerte. Die echten Kosten lassen sich erst nach einer Begutachtung nennen, weil erst dann feststeht, wie tief die Feuchtigkeit reicht, ob die Wand zugänglich ist und welcher Aufbau nötig wird. Wer eine erste Einschätzung sucht, kann unseren Kostenrechner nutzen.

Bei den Gesamtkosten spielt auch hinein, ob Nebenarbeiten anfallen: das Wiederherstellen von Wegen und Beeten nach dem Aushub, das Entsorgen von durchnässtem Putz oder das Trocknen des Mauerwerks vor der Abdichtung. Ein seriöses Angebot weist diese Posten getrennt aus.

Keller abdichten in Bielefeld und OWL

In Bielefeld und der Region Ostwestfalen-Lippe trifft DichtWerk auf einige wiederkehrende Bedingungen, die das Thema Kellerabdichtung prägen. Viele Häuser stammen aus einer Zeit, in der eine Horizontalsperre nicht zum Standard gehörte. In diesen Altbauten zieht Feuchtigkeit aus dem Erdreich oft ungehindert ins Mauerwerk, sodass eine nachträgliche Sperre infrage kommt.

Hinzu kommt die Lage am Teutoburger Wald. An den Hängen kann sich nach Regen Hangwasser sammeln, das von der Seite gegen die Kellerwand drückt. Hier ist eine Abdichtung gefragt, die diesem seitlichen Wasserdruck standhält. In tiefer gelegenen, staunassen Bereichen wiederum steht das Wasser länger im Boden, was die Kellerwände dauerhaft belastet.

Welche dieser Bedingungen auf Ihr Haus zutrifft, zeigt die Begutachtung vor Ort. DichtWerk bringt über 5 Jahre Erfahrung mit Bauwerksabdichtung in der Region mit und richtet das Verfahren nach dem aus, was vor Ort tatsächlich gemessen wird.

Häufige Fragen

Was kostet es, einen Keller abzudichten?

Die Kosten hängen stark vom Verfahren und der Ursache ab. Eine Innenabdichtung beginnt häufig bei rund 80 bis 150 Euro pro Quadratmeter, eine nachträgliche Horizontalsperre per Injektion liegt etwa bei 80 bis 250 Euro pro laufenden Meter, und eine Außenabdichtung mit Freilegen der Kellerwand bewegt sich oft im Bereich von 350 bis 700 Euro pro Quadratmeter. Das sind Richtwerte. Die echten Kosten lassen sich erst nach einer Vor-Ort-Begutachtung nennen.

Sollte man den Keller von innen oder von außen abdichten?

Die Außenabdichtung gilt als die Lösung, die das Wasser direkt an der Außenwand stoppt, bevor es ins Mauerwerk gelangt. Sie ist aufwändiger, weil die Wand freigelegt werden muss. Die Innenabdichtung ist günstiger und schneller, hält das Wasser aber erst im Mauerwerk auf. Welcher Weg passt, hängt von der Feuchtigkeitsursache, der Zugänglichkeit der Außenwand und Ihrem Budget ab. Oft ist eine Kombination sinnvoll.

Woran erkenne ich einen feuchten Keller?

Typische Anzeichen sind muffiger Geruch, dunkle Flecken an Wand oder Boden, abblätternder Putz, weiße Salzausblühungen, Schimmel in Ecken und ein feuchtes Raumklima. Auch Rost an Metallteilen oder aufquellende Lagergegenstände deuten auf zu hohe Feuchtigkeit hin. Eine Messung zeigt, wie tief die Feuchtigkeit ins Mauerwerk reicht.

Was ist eine nachträgliche Horizontalsperre?

Eine Horizontalsperre ist eine waagerechte Barriere im Mauerwerk, die aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich stoppt. Fehlt sie in einem Altbau, lässt sie sich nachträglich einbauen, meist durch Injektion eines Dichtmittels in eine Bohrlochreihe. Das Mittel verteilt sich im Mauerwerk und bildet eine wasserabweisende Zone.

Wie lange dauert eine Kellerabdichtung?

Eine Innenabdichtung oder eine Injektion ist je nach Fläche oft in wenigen Tagen erledigt. Eine Außenabdichtung mit Aushub dauert länger, weil die Wand freigelegt, gereinigt, abgedichtet und das Erdreich wieder verfüllt werden muss. Hier können je nach Umfang ein bis mehrere Wochen anfallen. Eine genaue Einschätzung gibt es nach der Begutachtung.

Bietet DichtWerk eine Garantie auf die Kellerabdichtung?

DichtWerk arbeitet nach DIN 18533, der Norm für die Abdichtung erdberührter Bauteile, und gibt bis zu 10 Jahre Funktionsgarantie auf die ausgeführten Arbeiten. Die kostenlose Vor-Ort-Begutachtung innerhalb von 24 Stunden klärt vorab, welches Verfahren technisch passt und welche Garantie dafür gilt.

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